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Donnerstag, 30.06.22 - Sonntag, 21.08.22

Napoli Super Modern

Alle scheinen Neapel zu kennen, auch diejenigen, die noch nie in dieser Stadt gewesen sind: ihre Lage, ihre Geräusche, ihre Menschen, ihre Geschmäcker, ihre Informalität und nicht zuletzt die Geschichten, die von der Leidenschaft der Bewohner*innen dieser Stadt geprägt sind. So zahlreich, wie diese Narrative in Literatur, Musik oder Film aufscheinen, überlagern sich auch in der Architektur der Stadt unzählige Geschichten über Epochen, Baustile und Nutzungen. Um jedoch nicht dazu verleitet zu werden, sich Stereotypen hinzugeben, braucht es Erzähler*innen, die das Narrativ dieser reizvollen Kakofonie entschlüsseln helfen. Diese Aufgabe hat in der Ausstellung «Napoli Super Modern» das Pariser Büro LAN (Benoit Jallon und Umberto Napolitano) übernommen. In der gleichnamigen Recherche lenken sie und der Fotograf Cyrille Weiner den Blick auf eine Serie von Gebäuden, die im heterogenen urbanen Kontext Neapels häufig übersehen werden. Projekte aus dem Zeitraum 1930--1960, einer Epoche, die zwar geprägt ist von Faschismus und dem Wiederaufbau der Nachkriegszeit, aber gerade in Neapel auch eine stark auf den Kontext reagierende Form der Moderne hervorgebracht hat.